Platinum und Pink-Eyed Platinum - die Farben der Ratte

Kathrin Guttmann Farben Leave a Comment

Hinter der Farbe Platinum können sich verschiedene Genotypen verbergen. Ihren Namen erhält diese Fellfarbe von dem Edelmetall Platin. Wie Platin soll das Fell von platnfarbenen Ratten einen kalten hellgrauen Ton haben ohne Anflüge von Creme, Braun oder kräftigem Blautönen.

Platin Nugget, Von Alchemist-hp (talk) (www.pse-mendelejew.de) - Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9579015

Das Standard der Platin-Ratte

Die American Fancy Rat and Mouse Association (AFRMA) beschreibt die Farbe wie folgt: Ein helles Grau ohne blauen Farbstich vergleichbar mit Platin-Malfarbe. Die Augenfarbe ist Schwarz oder dunkles Rubin (Dark Ruby). Die Farbe wurde am 24.07.1999 in den Standard der AFRMA aufgenommen. Schwarz als mögliche Augenfarbe wurde erst am 26.04.2006 aufgenommen.

Neben der Platinum gibt es bei der AFRMA auch noch die Pink-Eyed-Platinum Farbratte. Deren Farbe soll ein gebrochenes Weiß (off-white) sein mit einem grauen Farbstich. Die Farbe sollte nicht zu hell sein (mittlerer Farbton) und darf nicht mit Silber, Beige oder Champagne verwechselt werden. Die Augenfarbe ist rot (=pink).

Die britische National Fancy Rat Society (NFRS) beschreibt Platinum als ein gleichmäßiges und leuchtendes Blass-Grau mit einem deutlichen Eisblauen Ton, ohne jeden Anflug von Creme, Braun oder stärkeren Blautönen. Die Bauchfarbe soll passend sein, die Füße Blassgrau. Die Augenfarbe muss bei der NFRS Rubinrot (Ruby) sein.

Der Deutsche Standard der Farbratte1)Noack, J. & Flechsig, Dr. S. (2012), Der Deutsche Standard der Farbratte weicht in so fern von der Beschreibung der AFRMA und NFRS ab, dass deutliche Blaueinschlüsse vorhanden sein sollen. Die Farbe selbst soll ein intensives Taubengrau sein. Die Färbung soll an Rücken und Bauch einheitlich sein, das Unterfell ist etwas heller als das Oberfell. Auch hier müssen die Augen dunkelrubin sein.

Die Genetik der Platin-Ratte

Bezüglich der Genetik, die der Farbe Plantinum zugrunde liegt, gibt es unterschiedliche Angaben, die teilweise den in den Standards geforderten Genotypen widerspricht.

Die AFRMA führt zwei Genvarianten auf: Blue (gemeint ist English/American Blue) + Mink für die Variante mit rubinroten Augen und Blue + Chocolate für die schwarzäugige Tiere.

Widersprüchlich ist hier, dass rubinrote Augen nur durch das homozygote Vorliegen des Red-Eye-Dilution-Allels (R.E.D., abgekürzt r) entstehen. Blue (abgekürzt mit d) und Mink (abgekürzt mit m) führen nur zu schwarzäugigen Tieren. Man kann jetzt darüber nachdenken, ob das heterozygote Vorliegen von R.E.D., was bei Mink-Tieren zu leicht rötlich erscheinenden Augen führen kann ("Havanna"), auch als Rubinrot interpretiert werden kann. Aber der Genotyp aa dd mm RR führt nicht zu Tieren mit rubinroten Augen.

Die NFRS verzichtet auf die Angabe eines Gencodes.

Im Deutschen Standard der Farbratte werden folgende Genotypen angegeben: English Blue + R.E.D. (aa dd rr), English Blue + Mink oder Mock Mink (hier liegt der selbe Widerspruch vor wie bei der AFRMA)

Vielen Dank an "Secret of Colorful Rodents" für das Bild des Odd Eyed Blazed Platinum Berkshire Dumbo

Klicken, um diesen Beitrag zu bewerten
[Anzahl Bewertungen: 0 Durchschnittliche Bewertung: 0]

References   [ + ]

1. Noack, J. & Flechsig, Dr. S. (2012), Der Deutsche Standard der Farbratte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.