Ethische Grundsätze

Angelehnt an die Zuchtordnung des Rattenschutz- und Zuchtbund e.V.

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    Allgemeines

    Kranken Tieren wird immer tierärztliche Versorgung gewährt. Kranke, überschüssige, nicht mehr für die Zucht verwendbare Tiere dürfen nicht verfüttertwerden, oder an eine Stelle vermittelt werden, bei der man davon ausgehen kann, dass dort dieTiere verfüttert werden

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    Unterbringung

    Die Tiere werden artgerecht untergebracht. Die Mindestgrößen für Käfige werden bei der dauerhaften Unterbringung berücksichtigt. Eine Unterbringung in kleinern Käfigen erfolgt nur vorübergehend z.B. bei Krankheit, Integration, Wurf oder Aufzucht. Der Käfig wird der Verunreinigung entsprechend, mindestens aber einmal wöchentlich gereinigt. Den Tieren steht ständig frisches Wasser, der Tierart entsprechendes Futter und Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Tiere haben täglichen intensiven Kontakt mit dem Menschen. Die Tiere erhalten in der Regel täglich für mindestens eine Stunde Freilauf.

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    Zuchtanforderungen Rättin

    Das Mindestgewicht bei Bedeckung beträgt 300 g. In Ausnahmefällen ist auch eine Bedeckung bei einem Gewicht von 280 g möglich. Die Rättin ist bei Erstbedeckung nicht jünger als vier Monate und nicht älter als acht Monate sein. Die Rättin ist bei ihrem letzten Wurf nicht älter als zwölf Monate. Die Rättin hat in ihrem Leben maximal drei Würfe. Zwischen dem Absetzen der Welpen und einer Neubedeckung liegt eine Erholungsphase, die andauert, bis die Rättin das Gewicht wieder erlangt hat, dass sie vor der Geburt der Jungtiere hatte.

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    Zuchtanforderung Bock

    Das Mindestgewicht bei Deckalter (mind. 5 Monate) beträgt 500 g.

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    Welpenaufzucht

    Die Tiere werden augenscheinlich gesund und parasitenfrei an ihre neuen Besitzer übergeben. Sie werden nicht verfüttert, getötet (außer bei medizinischer Notwendigkeit) oder als Futtertiere angeboten. Die Welpen werden artgerecht aufgezogen und ernährt. Dazu gehört die Unterbringung in einem ausreichend großem Käfig, wie auch dass die Welpen den Kontakt zu Menschen gewöhnt sind. Welpen werden ab dem 42. Lebenstag abgegeben. Das Mindestgewicht bei Abgabe beträgt 100g. Welpen werden nur zu zweit in einer bestehendes Rudel oder zu dritt zur Bildung eines neuen Rudels abgegeben. Ausnahmsweise kann eine Abgabe als Einzeltier erfolgen, wenn Jungtiere in einem ähnlichen Alter vorhanden sind. Welpen werden mit Identiätskarte und Schutzvertrag abgegeben.

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    Service

    Der/die Züchter*In berät den/die Käufer*in im Vorfeld hinsichtlich der Haltung und Pflege von Farbratten. Insbesondere die Einrichtung eines artgerechten, den Mindestmaßen entsprechenden Käfigs sowie die artgerechte Fütterung wird thematisiert. Der/die Käufer*in kann sich mit Fragen jederzeit an den/die Züchter*in wenden. Nicht mehr gewollte Tiere werden ohne Erstattung der Schutzgebühr zurückgenommen, sofern das möglich ist. Sollte dies nicht möglich sein, erhält der Käufer Unterstützung bei der Weitervermittlung der Tiere. Für die tierärztliche Versorgung aufgrund von bei der Rücknahme bestehenden gesundheitlichen Problemen hat der Käufer aufzukommen.

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    Spezifische Zuchtpraxis

    Rot‐ und pinkäugige Ratten werden nur zur Zucht eingesetzt, wenn sie nicht pendeln und keine anderweitigen Beeinträchtigungen durch die Augen bemerkbar sind. Bei Unsicherheit ob eine Beeinträchtigung vorliegt, wird das Tier einem Tierarzt vorgestellt.

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    Ausschluss von Letal-Verpaarungen

    Hierzu zählen z.B. Verpaarungen von Downunder mit Downunder, Pearl mit Pearl oder Merle mit Merle. Die genannten Gene sind dominant. Treffen sie aufeinander und lassen Welpen homozygot (reinerbig) für dieses Merkmal werden, sterben diese in der Regel bereits im Mutterleib ab. Sie werden normalerweise vom Organismus der Mutter absorbiert. Es kann in einigen Fällen zu Komplikationen bei diesem Vorgang kommen. Die Mutter ist nicht im Stande, die Föten zu absorbieren und es kommt zur innerlichen Vergiftung. Wenn der Züchter etwas an der Rättin bemerkt, ist es meist zu spät und die Rättin wird mit großer Wahrscheinlichkeit an der Vergiftung verenden. Das Besondere ist, dass Pearl nur auf Mink und dessen Variationen sichtbar wird, aber auch bei anderen Farben vorhanden sein kann. In Zweifelsfällen dürfen die eventuellen Pearl Tiere nur mit Mink oder Mink-Variationen verpaart werden, um das Risiko, dass Pearl unsichtbar vorhanden ist und dass es zu einer letalen Verpaarung kommt, zu vermeiden. Downunder kann ebenfalls unsichtbar vorhanden sein, z.B. bei Tieren, die die Zeichnungen Self haben. Dadurch, dass der Bauch des Tieres ohnehin komplett gefärbt ist, kann man bei Tieren aus einer, Downunderverpaarung äußerlich nicht erkennen, ob genau Downunder vorhanden ist oder nicht. Auch hier ist dann eine sichere Verpaarung notwendig (z.B. mit einem sauberen Berkshire‐Tier)

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    High-White-Verpaarungen

    High White‐Zeichnungen sind in erster Linie solche mit einem geringen Farbanteil, aber auch andere Faktoren wie Blessen, Headspots und Odd Eye zählen dazu. Ausschlaggebend sind die Modifier, die bei fast allen Zeichnungen vorhanden sind. Als sichere Zeichnungen gelten Self, Irish, eindeutiges Berkshire und sicheres Hooded. Verpaart man zwei Tiere mit einer High-White‐Zeichnung miteinander, erhöht man das Risiko von Megacolon. Hierbei handelt es sich um eine unheilbare Krankheit, die sich meist bei vier bis sechs Wochen alten Welpen durch einen stark aufgeblähten Bauch bemerkbar macht. Die Tiere haben einen Darmverschluss, an dem sie unter großen Schmerzen sterben, wenn sie nicht vorher erlöst werden.

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    Manx-Ratten

    Die Zucht von Manx-Ratten wird abgelehnt